Corona Hilfsprogramme aktuell

Aktuell können Soloselbstständige wie Künstler oder Musiker in Deutschland seit November für die coronabedingten Einschränkungen eine monatliche Förderung von bis zu 5.000 Euro direkt und ohne bürokratischen Aufwand beantragen. Erst oberhalb dieser Grenze ist ein Steuerberater notwendig.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat sich bereits mehrfach an die übrige Politik und die Bundesländer gewandt um auf die Dringlichkeit aufmerksam zu machen. Die Regelung als solche ist von Betroffenen und Verbänden sowie einigen Kulturministern der Länder bereits seit Beginn der Krise im März gefordert worden. Freischaffende Künstler konnten lange keinen fiktiven Unternehmerlohn geltend machen und waren so auf die eigens geöffnete Grundsicherung Hartz IV angewiesen.

Im Kultur- und Kreativbereich arbeiten rund 1,5 Millionen Menschen, die mehr als 100 Milliarden Euro an Wertschöpfung zum Bruttoinlandsprodukt beitragen.

Auch in Österreich und der Schweiz haben die Regierungen Soforthilfen auf den Weg gebracht und justieren immer wieder nach.

 

Informationen unterschiedlicher Quellen wie dpa, Deutscher Kulturrat, DRMV, u.a.

von Thomas Nowack
Fachgruppe Ohne


Erhard Diehl wird 80

Einer der Gründer der Künstlergemeinschaft DAS RAD wird heute 80 Jahre alt.  Zu diesem Geburtstag gratulieren wir dir, lieber Erhard, von ganzem Herzen und wünschen dir Gottes Segen an jedem neuen Tag.

Dass dir DAS RAD nach wie vor dankbar ist für deine und Manfred Siebalds Idee aus dem Jahre 1979 sei an dieser Stelle auch gerne nochmal erwähnt. Denn sonst gäbe es weder die Künstlergemeinschaft DAS RAD noch die vielen Impulse, Kunstwerke, Kooperationen, Tagungen, Gespräche, Begegnungen.  Zum Glück ist es anders! Und dafür auch bei dieser Gelegenheit: Herzlichen Dank, Erhard!

DAS RAD mit allen, die dazugehören.

 

von Andreas Junge
Fachgruppe Design


Neustart Kultur benötigt Mittelaufstockung

Das von Kulturstaatsministerin Monika Grütters geförderte Bundesprogramm NEUSTART KULTUR entwickelt sich nach eigenen Angaben zu einer Erfolgsgeschichte.  Ein erstes Resümee zur Resonanz auf das Programm im Rahmen einer Verastaltung im Dezember 2020 machte deutlich, dass das Programm nah am Kulturbereich dran ist, dass passgenau auf die unterschiedlichen Bedarfe reagiert wird und dass die eingebundenen Verbände weitaus mehr Aufgaben übernehmen als die Mittel zu vergeben. So ist NEUSTART KULTUR nach Aussage aller Beteiligten derzeit für viele Akteure im Kulturbereich in Deutschland ein Hoffnungsschimmer und Mutmacher. Dabei ist die Nachfrage nach dem Programm sehr groß und übersteigt die zur Verfügung stehenden Mittel bei Weitem. Die Förderquote beträgt derzeit je nach Einzelprogramm zwischen 12% und 30%. Das heißt, dass zwischen 88% und 70% der Antragssteller in den bereits bewilligten Programmen leider nicht berücksichtigt werden konnten. Das zeigt, dass die Mittel dringend aufgestockt werden müssen, wie der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, betonte.

von Thomas Nowack
Fachgruppe Ohne


Bund erhöht Mittel der KSK

Der Gesetzgeber in Deutschland hat kurz vor dem Jahreswechsel  die Künstlersozialversicherung zusätzlich zum Bundeszuschuss um weitere 32,5 Millionen Euro entlastet und dabei in der Coronakrise seinen Anteil erhöht. Durch die zusätzlichen Bundesmittel bleibt der Abgabesatz zur Künstlersozialkasse auch 2021 bei 4,2%.

Abgaben zur KSK müssen in Deutschland Unternehmen, Vereine und andere Institutionen entrichten, wenn Künstler oder Publizisten für sie freiberuflich tätig sind. Die Künstlersozialabgabe deckt dabei bislang zu 30 Prozent die Kosten der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung freiberuflicher Künstler. Die weiteren Kosten werden zu 20 Prozent durch einen Bundeszuschuss und zu 50 Prozent durch die Versicherten selbst aufgebracht.

von Thomas Nowack
Fachgruppe Ohne


Manifesta 2024 und 2026 in Spanien und Deutschland

Das Manifesta Board-Organisationskomitee in Amsterdam hat seine Entscheidung für die Austragungsorte der beiden nächsten Biennalen mitgeteilt. Diese finden 2024 in Barcelona, und 2026 in einer deutschen Stadt statt. Das Board teilte mit, das die Bewerbungen aus Katalonien und Deutschland von „erstaunlich hoher Qualität“ gewesen seien. Ziel der Manifesta-Biennalen ist eine Ankoppelung der Praktiken an langfristige, nachhaltiger Aktivitäten. So will die Manifesta auch künftig, d.h. 2022 in Pristina (Kosovo) und dann bei den Folge-Biennalen, „die bestehenden Beziehungen zwischen Kultur und Gesellschaft neu“ überdenken. „Die Entscheidung, Gastgeberstädte lange im voraus auszuwählen, um mögliche zukünftige Entwicklungen rechtzeitig zu reflektieren, ist ein wichtiger Ansatz. Nur so kann die Manifesta alternative Modelle des kulturellen Institutionalismus in einer post-covidischen Gesellschaft mit gestalten helfen,” so das Board. Weitere Infos unter http://www.manifesta.org

von Thomas Nowack
Fachgruppe Ohne


Coronahilfen Kultur in Österreich – Update

In Österreich werden drei Hilfsfonds mit Kulturbezug verlängert. Dazu zählt der Härtefall-Fonds (WKO), die Überbrückungsfinanzierung (SVS) und der NPO-Fonds. Sie alle sollen bis zum Jahresende laufen – mit Aussicht auf ein weiteres Quartal 2021. Ebenfalls weiter verfügbar ist der Covid-19-Fonds im KSVF. Damit ergeben sich vorerst die Höchstsummen 30.000,- (WKO) zu 10.000,- (SVS) zu 3.000,- (KSVF). Aktuelle Informationen auf den Seiten des östereichischen Kulturrates.

von Thomas Nowack
Fachgruppe Ohne