From Jewish Life – Konzert-Lesung am 9.11.2019 in Waiblingen – Ökumenisches Haus der Begegnung

09.11.2019
17:00

Veranstaltungsort
Ökumenisches Haus der Begegnung

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Fachgruppe

Eine Ahnung „From Jewish Life” vermittelt Ernest Bloch (1880-1959) in seinem gleichnamigen kleinen Zyklus dreier Kompositionen für Violoncello und Klavier: Prayer – Supplication – Jewish Song

Blochs musikalische Sprache spiegelt eine immer wieder nach innen gekehrte Seele wieder. Obwohl er den jüdischen Glauben nicht praktiziert, führen seine harmonisch-melodischen Eigenheiten intuitiv in die jüdische ,Empfindungswelt’ — das Sehnen, Suchen, Flehen sowie auch den Stolz und die eigene Größe. Darin ist er für mich vergleichbar mit Marc Chagall, in dessen Werk sich gleichfalls das Jüdische einfach immanent darstellt.

Nachdem Ernest Bloch bereits 1916 in Manhattan/New York zu unterrichten begann, gründete er als deren Direktor die Musikinstitute 1920 in Cleveland und 1925 in San Francisco und wurde 1925 amerikanischer Staatsbürger. In den 1930ern lebte er noch einmal einige Zeit in der Schweiz und entfloh dann jedoch dem zunehmenden Antisemitismus mit seiner endgültigen Auswanderung nach Berkeley, USA.

Hier trifft sich Blochs Flucht ins Exil mit der sich ebenfalls ins Exil nach Dänemark aufmachenden Familie Zuckerbrod aus Tanja Jeschkes Roman-Manuskript „Svendborg”.

Weitere Werke von Ernest Bloch, das „Kol Nidre” — das jüdische Gebet, welches am Vorabend des Jom Kippur gebetet wird – von Max Bruch, sowie das „Lied ohne Worte” von Felix Mendelssohn wollen an diesem Konzertabend im Wechsel mit von Tanja Jeschke gelesenen Texten aus ihrem Roman-Manuskript „Svendborg” das ,Jewish Life’ würdigen. Das Datum des Konzerttermins 9.11.2019 spricht für sich.

Herzliche Einladung zum Zusammenspiel von

Tanja Jeschke, Lesung – Wolfgang Walter, Klavier – Renate Busse, Violoncello